In dem Bericht vom 7. September 2007 über eine Pressekonferenz zur Vorstellung eines neuen Buches von Herman schrieb das Blatt in Bezug auf Äußerungen zur Politik des Dritten Reiches: „Da sei vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut. Zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter.“
Nach Ansicht der Richter entsprach diese Formulierung nicht den tatsächlichen Äußerungen Hermans. Die Klägerin habe sich stattdessen im Rahmen der Pressekonferenz mehrfach ausdrücklich vom Nationalsozialismus distanziert.
Die Formulierung des Hamburger Abendblatts hatte für einen öffentlichen Skandal gesorgt und dazu geführt, dass Herman vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) gekündigt wurde. Keine Stellungnahme vom Verlag:
Zudem dürfen laut den Richtern die Boulevardzeitung „Bild“ sowie die entsprechenden Internetpublikationen Herman nicht mehr als „dumme Kuh“ bezeichnen. Diese Formulierung hatte Bild-Kolumnist Franz Josef Wagner nach dem Rausschmiss der TV-Moderatorin aus einer Fernsehsendung in seiner Kolumne „Post von Wagner“ verwendet. Die Richter sahen dies als Beleidigung an und sprachen Herman einen Schadenersatz ebenfalls in Höhe von 10.000 Euro zu.
"Demnächst wird noch ARD-Wetterfrosch Kachelmann gefeuert, weil er das Jahr 1940 für den meteorologisch wärmsten Sommer des Jahrhunderts lobt." (Aus einem BILD-Leserbrief von Ralf Bohlender, Gelnhausen. Danke an Michael Mentzel für diesen Quellenhinweis)Eva Herman hat nachweisslich nicht die Familienpolitik der Nazis gelobt, sondern auf den Verlust traditioneller gesellschaftlicher Werte hingewiesen. Dieser endgültige Verlust sei in den 1968er Jahren besigelt worden und wäre eine verständliche Gegenreaktion auf den Mißbrauch dieser Werte durch die Nazis. Man schaffte aber nicht nur den Missbrauch ab, sondern die Werte gleich mit. Das hat Eva Herman beklagt. In Ihrer ersten Äusserung tat sie das so, dass man es, wenn man unbedingt wollte, falsch verstehen konnte. Dafür hat sie sich sofort entschuldigt und in einer zweiten Äusserung stellte sie ihre Aussagen dann unmissverständlich in einen eindeutigen Zusammenhang. Es nütze nichts. Die Orwellsche Haß-Woche war eröffnet. Die Hexenjagd auf ihrem vorläufigen Höhepunkt.
Die zweite Aussagen von Eva Herman macht klar, was mir bereits nach der ersten Aussage deutlich war:
"Die Fehlinterpretation meiner Aussage nach meiner Buchvorstellung liegt insbesondere aber auch in deren inhaltlicher Verkürzung. Meine Intention war allein, den Verlust von für jede Gesellschaft notwendigen Grundwerten deutlich zu machen, die die Familie in den gesellschaftlichen Mittelpunkt gestellt haben. Diese sind im Dritten Reich instrumentalisiert und für verwerfliche politische und gesellschaftliche Zwecke mißbraucht worden. Die Folgereaktion durch die sogenannten 68er, nämlich der notwendigen Entnazifizierung der Gesellschaft, ist dann leider auch die Wertschätzung für die Familie weitgehend zum Opfer gefallen. Ich habe also nicht die Familienpolitik der Nazis gelobt, sondern auf den als Gegenreaktion auf deren Mißbrauch eingetretenen Verlust gesellschaftlicher Werte hingewiesen."
Angesichts dessen, was Herman gesagt hat, sind es unfassbare Denunziationen die man gegen sie vorbringt – am Ende sogar die Kündigung. (Vielleicht durch einen Boten des NDR überbracht, der so ein total cooles T-Shirt des stalinistischen Massenmörders Che Guevara trug. Kein Problem – war ja ein linker Mörder.)
Die Frau, die seit langer Zeit laut gegen Nazis auftritt, wird die in Zeitschriften un im TV die "Wiedergeborene Eva Braun", oder Hitlers Schäferund "Blondie" genannt, oder man stellt Mutmaßungen an, dass ihr nächstes Buch "Mein Kampf" heissen wird. Tödliche Assoziationen, wie man sie auch jüngst gegen Rudolf Steiner vorbrachte.
Evas Sünde besteht nicht in ihrem unterstellten Nazi-Satz, sondern darin, dass sie auf etwas zeigt, was es nicht geben darf: Sie zeigt auf das dunkle Erbe der 68er. Die systematische Zersetzung von Werten und Tugenden , mit denen man " auch ein KZ leiten kann", wie der ewige Demagoge Lafontaine dem Altkanzler Schmidt vorwarf.
Das Erbe, auf das Eva Herman in ihren Büchern schonungslos hinweist, besteht aber nicht nur aus Begriffen die geopfert wurden. Es besteht auch aus Menschen. Aus abgeschobenen und traurigen Kindern, aus restlos gestressten Doppelbelastungsmüttern mit schlechtem Gewissen, aus kaputten Familien und aus Männern die einfach keine Lust mehr haben, sich als Täter definieren zu lassen.
Die 68er Revolution war notwenig. Wären die Opfer zu vermeiden gewesen? Jedenfalls sind sie da und was ich erwarte, ist exakt das, was jede Generation von ihren Vorgängern und deren Nachfolgern erwarten darf: Schaut auf die Opfer, Es gibt sie massenhaft – es sind Eure Opfer. Setzt Euch damit auseinander.
Dieser Blick tut weh – vielleicht ist man selber eines dieser Opfer und will gerade das nicht sehen. Darum schlägt man lieber auf die ein, die diesen Blick fordern oder selber hinschauen.
Aus gegebenem Anlaß publiziere ich hier einen Text, den ich bereits in der April-Augabe der Zeitschrift info3 veröffentlicht hatte.
Ich bin ein Fan von öffentlichen und freien Debatten über den Sinn und Unsinn von Werten, über die Rolle von Frauen und Männern - vielleicht habe ich Recht, vielleicht liege ich auch falsch - man wird es im Diskurs herausfinden. Aber ich bin ein Feind von Redeverboten, Berufsverboten und ehrabschneidenden Denunziationen.
Als ich damals den folgenden Text schrieb, war ich mir nicht sicher, ob die beschriebene Hetzjagd vielleicht doch etwas übertrieben dargestellt ist. Heute fühle ich mich bestätigt.
Ach ja, noch was: Eva Herman ist eine schöne, blonde Frau – das ist natürlich auch so eine Sünde.
E-Mail von Gronbach
An: Eva Herman
Betreff: Die neue Weiblichkeit
Sehr geehrte Frau Herman!
Wenn ich der totale Buhmann sein will, dann brauche ich nur vier Worte zu sagen. "Eva Herman hat recht." Die Reaktionen darauf sind hysterisch. Wer nur diese Reaktionen erlebt, der könnte meinen sie wollten Kinderprostitution legalisieren. Was aber ist Ihr "Eva-Prinzip", warum ist aus der beliebten "Miss Tagesschau", ein Feinbild geworden?
Sie haben etwas ansgesprochen, was seit Anbeginn der Menscheit das Selbstverständlichste war, etwas was alle unsere Vorfahren als Lebenswirklichkeit angesehen haben, etwas, was seit jeher ein menschlicher Glücksfaktor war - bis vor rund vierzig Jahren.
Sie haben gesagt, dass Frauen und Männer von Natur aus unterschiedlich sind. Dann haben Sie das spezifisch weibliche Profil skiziert und dabei auf Kompetenzen wie Hingabe, Mitgefühl, Zärtlichkeit, Sinn für Harmonie und Schönheit, Flexibilität und Fürsorge hingewiesen. Schließlich haben Sie gesagt, welche menschlich-gesellschaftlchen Mission, am besten zum Format der Weiblichkeit passt: Hausfrau und Mutter.
Der auf "ständige Empörungbereitschaft" programmierte alarmistische Feminismus ließ die Sirenen häulen und schickte seine Kämpferinnen und Kämpfer der Ideologie der Gleichheit, an die Front.
Sie selber haben als Journalistin, Autorin und TV-Frau bewiesen wozu es heute keines Beweises mehr bedarf, nämlich, dass Frauen alles erreichen können, was Sie wollen. Aber in ihrem Buch zeigen sie auf authentische und selbstkritische Weise, was passiert, wenn Frauen wirklich alles erreichen wollen, wenn Sie in einem Gewaltakt, Kinder, Karriere und Partnerschaft unter einen Hut zwingen möchten: Frauen werden unglücklich. Einfach weil sie sich überfordern und vor allem weil sie das Grundlegenste ihres Lebens leugnen, die Tatsache nämlich, dass es in jeder Frau einen Impuls gibt, der nur eines will: Versorgte und sorgende Frau und und vor allem Mutter zu sein.
Kann dieser Impuls sich nicht verwirklichen, dann kommt der Tag an dem diese Frau unglücklich wird.
Selbstverwirklichung ist für Sie, wenn dieser Impuls leben darf. Das weibliche Selbst ist für Sie nicht das Ego, sondern dieser überpersönliche und überglücklich machende Impuls, den der Feminismus verstümmelt hat, der sich aber niemals töten lässt und der irgenwann verbitterte Tränen weint, wenn die biologische Uhr abgelaufen ist.
So wie sie auf das Weibliche schauen, so ist Ihr Blick auch auf das Kindliche gerichtet. Sie schauen so, wie Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie es tat. In der Erziehungsfrage galt für ihn: "Nicht Forderungen und Programme sollen aufgestellt werden, sondern die Kindesnatur soll einfach beschrieben werden."
Sie beschreiben und belegen wissenschaftlich , was einem der gesunden Menschenverstand sagt: Vor allem kleinste Kinder brauchen eine Hülle, ein Zuhause, die verlässliche Gegenwart der Mutter und einen Vater der ihnen zeigt, was die männliche Natur ist. Nur dann entwickeln sie Urvertrauen, eine gesunde Leiblichkeit und die geistigen Voraussetzungen zur intellektuellen Leistungsfähigkeit. Fehlt die Konstante dieser unendlich innigen, zärtlichen und durch nichts zu ersetzende Mutterliebe, dann fehlt dem Kind der grundlegenste Glücksbaustein seiner zukünftign Biografie. Das ist die einfache und stille Wahrheit die wir alle fühlen können und die sich auch nicht durch lautes Kampfgeschrei übertönen lässt.
Das Problem unserer Gesellschaft, der Frauen und Männer ist es, dass sie sich unter fremdbestimmten Forderungen und Programmen leiden, anstatt zu beschreiben, was ihre eigene Natur, ihre Selbstbestimmung ist – was ihnen Ihr Herz wirklich, wirklich sagt.
Nur wenn wir die grundlegensten Dingen annehmen und leben, wenn wir unsere bio-emotionalen Grundlagen respektieren und realisieren, erst wenn wir ganz Frau und Mann sind, erst dann können wir zum Bedeutsamen aufsteigen, erst dann werden wir emanzipiert. Wir haben Angst zu sein was wir sind und Sie, liebe Frau Herman, haben den Mut gehabt zu beschreiben, was in ihrem Geschlecht leben will und was die furchtbaren Folgen für Frauen, Männer, Kinder und Gesellschaft sind, wenn nicht erblühen darf, was sich so sehr nach Selbstverwirklichung sehnt.
Die Schmähungen gegen Weiblichkeit und Mütterlichkeit attakieren Sie, die Lebenslügen, und Opfer des Feminismus entblößen Sie, am Ende aber zeigen sie eine verblüffend einfache und versöhnliche Lösung: "Frauen weisen noch mit über fünfzig eine Attraktivität und geistige Beweglichkeit auf, die mit ihren Müttern im gleichen Alter nicht zu vergleichen ist. Hier liegen die Voraussetzungen und Chancen für einen späteren Berufseinstieg, dann wenn die Kinder aus dem Haus sind."
Der Satz "Eva Herman hat recht" ist nicht nur der Start des ehrlichsten Diskurses über die neue Weiblichkeit – er eröffnet Chancen für alle. Auch für Männer. Dafür danke ich Ihnen!
Küss die Hand, liebe Frau Herman.
Herzlich
Sebastian Gronbach
ERGÄNZUNG:
Man lese nach einiger Zeit nochmal den O-Ton von Eva Herman und frage sich dann ehrlicherweise, ob man die Reaktionen in Deutschland und die oder die Distanzierung in der Szene für angemssen hält, oder der ein oder andere nicht Opfer einer Massenhysterie wurde.
“Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ‘ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien.
Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68er wurde damals praktisch alles das alles, was wir an Werten hatten, es war ‘ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle, aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben….“

34 Kommentare:
Hallo little green river,
1) ich finde die Häme wegen E.H.s Rausschmiß auch irgendwie billig; aber als Journalistin mußte ihr schon klar sein, von welchen Leuten und Gruppen sie eingeladen werden wird (und wer sie dann weiter mit hps unterstützen wird)und wie das dann beim NDR weitergehen wird...
sie ist keine Praktikantin mehr
2) diese heile Familie ist doch ein Traum, deswegen haben die Nazis auch damit geworben.Fragmentierte Familien und allein sich durchplagende Mütter, flüchtige Väter, weggelegte, weggegebene und vernachlässigte Kinder - das war die Familie der armen Schichten bis ins 20.Jh; das Recht auch als Armer zu heiraten änderte nichts, da die Familien mit einem Verdienst nicht zu füttern waren...die Frauen mußten als Zugehfrauen und mit Heimarbeit mitverdienen - die arme Familie ist prekär, verletzlich, hängt ganz vom Einsatz der Frauen ab, die sich mit Jobs und Kindern abplagen. Und die reichen Frauen haben früher ihre Kinder den Dienstboten überlassen und tuns heute natürlich auch noch - schließlich gibts genug billige Arbeitsmigrantinnen (es gibt ein schönes Buch über Interviews mit polnischen Frauen die erzählen, 20 Jahre lang haben wir fremde Kinder aufgezogen, mußten die eigenen der Großmutter überlassen, haben sie nur alle 2 Monate bei kurzen Besuchen gesehen..).
Mehrere Kinder und ein Berufsleben mit ordentlichen und ordentlich bezahlten Jobs für Frauen gibts nur in Skandinavien, teilweise in Frankreich - wo auch in den mittleren Schichten selbstverständlich auf au pairs zurückgegriffen wird - und in Israel (wo die Kinder sehr früh in Betreuung gegeben werden).
Die größeren Freiheiten nach 68 haben zwar auch mehr Unordnung ermöglicht, mehr Selbstsucht und neue Formen von Unverantwortlichkeit - aber unverzichtbare Befreiung aus starren Rollenklischees, ein vollständigeres Leben für Frauen
und Männer. Niemand will ernstlich hinter diesen Standard an Selbstentfaltung und Möglichkeiten zurück - auch wenn man sich vielleicht gestresst zeitweilig nach Regression und "versorgte und sorgende Mutter sein" sehnt. Es ist KEIN Zurücksehnen, weils das real nie gab, es ist bloß ein langlebiges deutsches Mittelschichtenideal. Sogar die Waldorfkindergärten denken über Krippen nach - obwohl sie das eigentlich ablehnen - einfach weil verzweifelte Nachfrage darnach besteht und "besser wir machens halbwegs gut als andere schlechter..."
3) der Berufseinstieg mit 50 -
angesichts eines übervollen Arbeitsmarktes, eines auf Eigenarbeit basierenden Versicherungssystems - wie stellst Du Dir das vor? Und es gibt, grade in den Mittelschichten mit guter Ausbildung, viele Frauen, die gerne arbeiten, gerne
wirken und die Welt gestalten wollen.
waldorfmutter
Gronbach: "Man schaffte aber nicht nur den Missbrauch ab, sondern die Werte gleich mit."
Das stimmt nicht. Die Familie-Heilewelt-Werte gibt es sehr wohl auch heute noch.
Es ist falsch, zu behaupten, die 68er hätten, Familienwete, wie sie Eva Herman propagiert, abgeschafft. Sie sind unpopulär geworden, ja. Aber sie wurden nicht abgeschafft.
Ach ja, noch was: Eva Herman ist eine schöne, blonde Frau – das ist natürlich auch so eine Sünde.
Also, ich bitte dich. Damit übertreibst du nun aber.
Naja, mein Typ ist sie eh nicht. :-)
Lieber Sebastian Gronbach,
>>Eva Herman hat nachweisslich nicht die Familienpolitik der Nazis gelobt, sondern auf den Verlust traditioneller gesellschaftlicher Werte hingewiesen.<<
Dann hat sie sich aber etwas ungeschickt ausgedrückt, finde ich bzw. selbst in der Tagesschau wurde sie mit ihrer „Verteidigung“ so dargestellt, dass sie Empörung hervorrufen musste. Was war gewollt und warum? Warum musste Eva Hermann weg?
Die kurzfristige „Gastbesetzung“ durch Reinhold Beckmann in –früher: Hermann und Tietjen, jetzt Talk mit Tietjen, gestern 14.09.07, http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_special/0,3144,SPM2376,00.html?SID=93130789- war mehr als peinlich als Beckmann sofort spitz und sarkastisch, also unter der Gürtellinie, über Hermann loszog. Freundin Tietjen befand sich in einer unangenehmen Situation. Ich hab’ sofort wieder abgeschaltet.
Was ist der Grund, warum Hermann von der Journalie derart „zusammen geschnitten“ wird? Nur um den Rauswurf zu rechtfertigen?
Ich habe sie in der Sendung Hart aber Fair vom 28. Februar 2007, Thema: Von Gebärmaschinen und Rabenmüttern - wer rettet das Familienglück? (http://www.wdr.de/tv/hartaberfair05/20070228/index.phtml), kurz nach ihrer Buchveröffentlichung gesehen. Da hat sie auch „wirr“ geredet. Da ist sie zu Wort gekommen. Frank Plasberg lässt seine Gäste zu Wort kommen.
>>Angesichts dessen, was Herman gesagt hat, sind es unfassbare Denunziationen die man gegen sie vorbringt – <<
Denunziationen? Besser: braucht Hermann eher einen öffentlichen Sprecher, der sie vertritt, damit es nicht zu diesen Missverständnissen kommt?
In Ihren Zugeständnissen und der Verteidigung um den Standpunkt der Meinungsäußerung von Hermann lässt Ihre Haltung als Vater bei Heim und Herd durchscheinen. Sind Sie wirklich so konservativ ausgerichtet?
>>Ach ja, noch was: Eva Herman ist eine schöne, blonde Frau – das ist natürlich auch so eine Sünde.<<
Das ist absolut relativ, Herr Gronbach. Aber ich kenne jetzt Ihren Geschmack. Das hätten Sie auch gerade bleiben lassen können, finde ich.
Übrigens: ich bin auch eine Frau, die unter diesem Stigma: Frauen gehören an den Herd immer noch leiden muss. So ist unsere Gesellschaft. Und ihre empörten Feministen, die sofort wieder gefundenes Fressen finden und auf den Plan treten, denen verdanke ich wenigsten ein bisschen raus aus dem alten Denken. Ob ich die Art und Weise für fragwürdig halte, ist etwas anderes. Eines hat sich z. B. immer noch nicht geändert: Frauen werden nicht angemessen ihrer Berufsposition bezahlt – immer noch nicht. Frauen haben nicht die gleiche Chance trotz gleichwertiger Ausbildung. Frauen sind nicht anteilig in bestimmten Berufsstufen vertreten. Ab Manager aufwärts können Sie die Statistik drastisch sinken sehen.
Wovon reden Sie Herr Gronbach?
Übrigens: ich finde Ihre e-mail Serie zum weg laufen. Dieses Hineingeschmiere, was Sie da von sich geben hat für mich nicht mehr Sinn als eine Druckseite in der Info3 zu füllen. Das ist nicht konstruktiv. Wie kann das in der Info3 seinen Platz haben?
Herzlichst,
Elisabeth Potschka
Elisabeth Potschka: Frauen werden nicht angemessen ihrer Berufsposition bezahlt – immer noch nicht. Frauen haben nicht die gleiche Chance trotz gleichwertiger Ausbildung. Frauen sind nicht anteilig in bestimmten Berufsstufen vertreten. Ab Manager aufwärts können Sie die Statistik drastisch sinken sehen.
Woran liegt das?
Lieber Christoph,
wie soll ich diese Frage verstehen?
Elisabeth
Lieber Christoph,
ich nehm' die vorstehende Frage zurück und verbesssere sie mit der Antwort: wollen wir jetzt die Evolution neu erfinden und/oder wohin, wofür zielt dieses: Woran liegt es?
Elisabeth
diese frage zu beantworten ist wie einen minenfeld betreten, christoph, elisabeth.
ein paar schlagworte als versuch einer antwort:
1.seilschaften (männerdomäne)- das nur zur Vergabe der Topstellen.
2.nachdrängende konkurentinnen für die gleichen positionen (honorarbremse).
3.mangelndes kapitalbewusstsein für die eigene arbeitskraft.
4. frauen ziehen letztlich befriedigung aus der arbeit und nicht aus deren honorierung (siehe auch 4.)
die geheimwaffe: Merkel, nicht Hermann. (Ich verbitte mir rückschlüsse auf meine politische überzeugungen!)
elisabeths hinweis auf die medienkompetenz von frau hermann ist richtig, wie ich finde.
das sie das banner entfernt haben, herr gronbach, beruhigt mich. wahrscheinlich hatte der betreiber dieser aktion selbst nicht mit der resonanz aus dem lager gerechnet, dass dort als erstes zu finden war. wer weis, das müsste man recherchieren.
Was ich an ihren grundüberlegungen auch aus eigenem erleben ablehne, ist das argument der bio-emotionalen grundlagen. ich sehe diese doch stark eingefärbt in der diktion von frau hermann und womöglich auch bei ihnen. bei meiner frau und mir jedenfalls, kommt der paradigmenwechsel recht unverkrampft daher. und ich hoffe meine kinder können sich einen weiteren schritt von den festen vorstellungen der großeltern entfernen. es steht übrigens für meine frau außer frage, dass ich einen harten tag hatte, mit kindern, etc. pipapo, wenn sie von der arbeit heim kommt. ich kenne genug frauen, die sich für ihren arbeitstag daheim gegenüber ihren männern rechtfertigen. ich könnte ihnen da geschichten erzählen. das sind meist lebensmodelle, wie sie frau hermann vorschweben.
jegliche fehlende konstante ist eine erschütterung für die kindheit. denken sie an all die abwesenden männer in der erziehung. die eltern, der vater, die mutter ist eine konstante (unabhängig von ihren "qualitäten"). mütterlichkeit ist keine konstante sondern, in meine augen lediglich eine kategorie. mütterlichkeit kann auch erdrückend sein (ich beobachte solches in meinem umfeld) und was ist männlicher natur? aktentaschen? ich finde das alles zu kurz gedacht.
sicherlich ist ihr beitrag auch etwas plakativ und will die alternative zu den forderungen des mainstream denken machen. vielleicht sollte man darüber differenzierter nachdenken. es lohnt sich. aber frau hermann taugt nicht als jeanne d'arc.
>>diese frage zu beantworten ist wie einen minenfeld betreten<< Richtig, nerone, deswegen habe ich auch versucht Christoph auszubremsen. War wohl ziemlich unscheinbar formuliert ....
Zu deinen angeführten Schlagworten, die auch noch ergänzt werden könnten aber das meine ich jetzt nicht, gehört in einigen Fällen sicherlich auch mein Fall: sich nicht in der Art formulieren können wie Mann es tut.
Warum ist das so, dass Kinder „normaler Weise“ von Müttern erzogen werden, zu „Tanten“ in den Kindergarten gehen usw. und Jungs trotzdem bei der Verhandlung zum Gehalt sozusagen die Abfindung gleich mit in den Vertrag aufnehmen?
Elisabeth
Elisabeth Potschka: ich nehm' die vorstehende Frage zurück und verbesssere sie mit der Antwort: wollen wir jetzt die Evolution neu erfinden und/oder wohin, wofür zielt dieses: Woran liegt es?
Angenommen es stimmt, dass Frauen in bestimmten Berufen bei gleicher Leistung schlechter bezahlt werden als Männer, und dass sie in Spitzenpositionen seltener vertreten sind als Männer, weiter angenommen man würde sich an diesem Umstand stören, dann würde man die Ursache des Problems suchen und versuchen zu beseitigen.
Warum ist das so, dass Kinder „normaler Weise“ von Müttern erzogen werden, zu „Tanten“ in den Kindergarten gehen usw. und Jungs trotzdem bei der Verhandlung zum Gehalt sozusagen die Abfindung gleich mit in den Vertrag aufnehmen?
Das eine, die Evolution (Nachkommen werden von Frauen geboren) werden wir wohl nicht rückgängig machen können.
Das andere nennt man Vertragsverhandlung. Sollten Frauen eher dazu veranlagt sein, Geld zu verschenken - was ich nicht glaube - , so muss man dies ja nicht unbedingt den Männern zum Vorwurf machen.
Zu Nerones Vier-Punkte-Liste:
1. Seilschaften ist ein negativ besetzter Begriff. Heute sagt man vornehm Netzwerke oder Neudeutsch Networking. Sollten Männer etwa mehr Kommunikationstalent ahben als Frauen?
2. Ist die Konkurrenz unter Frauen größer als unter Männern?
3. Interessant, kann ich aus meiner bescheidenen Lebenserfahrung aber nicht bestätigen. Woher hast du das?
4. siehe Punkt 3.
Bleibt die Frage, was zu tun wäre, wenn man die sozio-ökonomische Stellung von Frauen in der BRD derjenigen der Männer anpassen möchte?
Liebe Grüße,
Christoph
Hätte ich mit 21 ein gesichertes Grundgehalt gehabt, wäre ich ohne zu fragen Mutter geworden. Das Absurde der heutigen Gesellschaft besteht darin, daß man auch noch erklären soll warum?
Kommt mir vor wie die Frage: warum eigentlich Anthroposophie? Oder: Wie kommt die Jungfrau zum Kinde?
Frau Merkel ist berufstätig und hat deshalb keine Kinder. "Ich bin stolz daß ich Jude bin. Wenn ich es nicht wäre, wäre ich auch Jude. Da bin ich lieber gleich stolz."(Kurt Tucholski)
Ja, die Geschichte der Arbeiterschaft ist lang, diejenige der Führungsschichten ist es auch. Meine tiefgehende, fundierte und täglich neu wachsende Lebenserfahrung sagt mir: Brüderlichkeit zwischen Mitmenschen und Liebe zwischen Mann und Frau sind zu allen Zeiten möglich gewesen.
Eines habe ich überhaupt nicht verstanden: Was stellen Sie sich eigentlich unter Lebensformen für Frauen vor?
Zu Lebensmodellen habe ich in meinem Blog geschrieben, ich werde das hier nicht wiederholen. Nur: Die Geringverdiener/ Geringqualifizierten werden zu leicht übersehen. Aber es wird sie immer geben.
Ich finde Sebastian Gronbach sehr mutig, daß er das Thema überhaupt aufrollt.
Nerone hat Probleme bei posten der Kommentare, gerne übernehme ich das hier:
***********NERONE:
Hallo Christoph,
Zu 2. denke ich ist die Verteilung der Positionen nach wie vor ein Problem.Hat vielleicht auch mit dem "Networking" zu tun.
zu 3. und 4. möchte ich erst einmal die Uhrzeit der Gedankensetzung zu meiner Verteidigung heranziehen.
Dann würde ich sicherlich noch die ein oder andere Studie finden, die sich wiederum widerlegen ließe, wäre also Tinnef und verlorene Liebesmühe.
Ein wenig rührt es tatsächlich aus Erfahrungen aus meinem Umfeld her. Dass ich Hausmann bin ist ja bekannt. Das daraus ein Einblick in das Arbeitsleben von Frauen resultiert ist dann ja klar. Problematisch bei dieser Betrachtung ist natürlich, dass ich von Menschen spreche die in pflegenden Berufen arbeiten - die lassen sich noch mal mehr "ausbeuten" - auch in anthroposophisch ausgerichteten Institutionen...
Also, als Empirie ist das sicher nicht brauchbar, wie du es ja auch einschränkst, Christoph. Reduziere einfach die Verallgemeinerung der Aussage, dann hast du einen Erfahrungsbericht.
Kann man das so eingeschränkt nachvollziehen?
Was zu tun ist in der BRD?
Sicherlich nicht die Hermann-Methode. Keine Rückerziehung. Paradigmenwechsel ist angesagt. Weniger wertvoll erscheint mir, mit Begriffen wie Frauenarbeit(-sache)-Männerarbeit(-sache) zu hantieren, wertvoller wären Begriffe wie Familienarbeit-Erwerbsarbeit.
Weg von dem: "Ich bin NUR zu Hause..." Das z.B. wäre eine aktive Aufwertung von Erziehungsarbeit, die gesellschaftlich gefordert aber nicht honoriert wird, weswegen sie auch in der Bedeutungslosigkeit versunken ist und mit ihr der Arbeitswert der Frauen [ungesicherte Behauptung] (? - "nur Hausfrau, ja und, wie ist das so? - ?) Verstehst du worauf ich hinaus will? Nennt man das einen Paradigmenwechsel? So wie ich das hier gerade schreibend denke, scheint das auf gleich mehreren Ebenen notwendig zu sein: Arbeitswelt, Familie, Erziehung, Geschlechterrollen... Aber das haben alles sicher schon andere gedacht.
Müde Grüße und gute Nacht
***********NERONE ENDE*********
Na ja, ich kann schon die Position von Männern verstehen, die gerne ihre Kinder Vollzeit oder anderweitig engagiert miterleben wollen. Von Ausbeutung innerhalb hauswirtschaftlicher und pflegerischer Einrichtungen wollte ich gar nicht sprechen. Es ist immer schwierig, nicht ganz Mainstream zu sein und halt einen Lebensstil zu pflegen, oder zu wollen, wie es eher wenige Menschen in der Gesellschaft tun. Bitte ausdrücklich: es ist doch schlichtweg wurscht, ob es sich hier um Männer oder Frauen handelt.
Meine Frage nochmal besser formuliert: Wie soll das gehen mit zwei Hausleuten/ Hauseltern, die sich den Hausjob teilen? Wie ist der Job der den Unterhalt einbringt zu verteilen, vor allem wenn einer nur solche Jobs machen kann, die eigentlich nur als Zubrot geeignet sind? Ist noch Luft für Ehrenamtliches? Vielleicht sind die Antworten doch auch einfacher als gedacht, aber sie sind doch Privatsache.
Klar ist natürlich, daß bei derartiger Zusammenarbeit eine Abhängigkeit entsteht vom Charakter des Jobsharingpartners entsteht. Ein Jahrhundert Emanzipation hat das noch nicht ändern können, und zwar aufgrund von Wohnverhältnissen sowie Bewertung der hauswirtschaftlichen Arbeit in Kombination. Um Lebenskunst sollte es sich handeln!
Bitte zu verstehen, wie es zu Traumata auf diesem Gebiet kommt.
Ich persönlich freue mich tatsächlich über jeden, mit dem man Erfahrungen teilen kann. Nochmals vielen Dank für den engagierten Beitrag.
Hallo Herr Gronbach,
sehr schön, was sie so alles schreiben.
Vielleicht sollten Sie am 13. Oktober 2007 nach Hamburg fahren.
Dort gibt es eine Kundgebung unter dem Motto:
"Meinungsfreiheit für Eva Herman!"
Den Aufruf dazu finden Sie in der deutschen Nationalzeitung.
Am 13.10. gehe ich arbeiten.
Aber die Hamburger haben bessere Termine zur Freizeitgestaltung.
Und gehirngewaschen sind sie auch nicht.
Lieber Herr Gronbach,
seit Franz Josef Strauss habe ich schon lange nicht mehr solch ein beherztes Geschreibe gelesen. Endlich mal wieder jemand, der sagt was er denkt und fühlt, gegen die Moralkeulen schwingenden Stalinisten.
Und strammer Christ sind Sie auch noch?
Mei dös gfällt mir.
Weiter so. So wird Anthroposophie so richtig en vogue!!!
Servus Frans
P.S. Kommens doch nach München zum Oktoberfestda müssen mir uns mol bei Bire und Brotwurst nochmols drüber unterhalten. Aber was zum Kuckkuck macht den die Israelflagge auf Ihrem Blog?
Lieber Frans,
In der Anthroposophie geht es um die Anliegen der Mitglieder, so steht es jedenfalls in der Anmeldebroschüre für die Mitgliedschaft.
En Vogue find ich dein Düsseldorf-Bayerisch, fällt überhaupt nicht auf. Oktober und Fest in München ist immer gut und ich hab grad meinen Dienstplan gekriegt.
Ja, den Chris find ich gut, weil er seine Nebenübungen so gut macht und sich in andere Menschen hineinversetzt. Deshalb nennt man ihn einen Menschenversteher. Schreib ich mir auch auf die Fahne!
Hallo anonym,
"Meinungsfreiheit für Eva Herman!"
Den Aufruf dazu finden Sie in der deutschen Nationalzeitung.
Das ist ein ähnlich sinnvolles "Argument" für die Braunfärbung Eva Hermans wie es der derzeit gern genutzte Hinweis auf die Waldorfschulgründungsabsicht NPD-Molaus für den Rassismus der Anthroposophie ist.
Eva Herman wird offenkundig instrumentalisiert - und zwar leider von allen Seiten: von rechts, von links und aus der Mitte.
Peinliche Offenbarung einer Massenhysterie.
Ich würde sagen peinliche Offenbarungen der Info 3 Redaktion.
Oder?
Felix Hau diagnostiziert:
"Eva Herman wird offenkundig instrumentalisiert"
Ja, wer hat sie denn gezwungen, das zu sagen, was Sie frohgemut kundtat. Wer zwang den Erzbischof Meisner von entarteter Kunst zu reden. Von wem wurde Oettinger dazu gebracht, Filbinger als Gegner des NS zu loben?
Sie faseln hier genauso wie in Bezug auf Steiner und Rassismus immer nach dem Motto:
"Wer hat uns denn da wieder in die Hose geschissen?".
Ja, wer hat sie denn gezwungen, das zu sagen, was Sie frohgemut kundtat.
Niemand, nehme ich an.
Sie scheinen nur das Folgeproblem als natürliche Kausalität misszuverstehen. Wer hat denn den NDR gezwungen, Frau Herman vor die Tür zu setzen? Etwa ihre Äußerung?
Felix Hau vermutet:
"Sie scheinen nur das Folgeproblem als natürliche Kausalität misszuverstehen."
Nein, ich sehe keine "natürliche" Notwendigkeit, für ein schwachsinniges Buch mit noch schwachsinnigeren Worten zu werben.
Ich sehe noch viel weniger "natürliche" Kausalität darin, dass ein Super-Spiritualist das dann auch noch ganz besonders toll findet.
Aber, wenn ich mir das anschaue, was Anthroposophen in letzter Zeit in verschiedenen Diskussionsforen von sich gegeben haben, dann scheint diesbezüglich vielleicht doch eine "natürliche Kausalität" bzw. eine "natürliche", "geistige" Nähe vorzuliegen.
Was ich nicht ganz verstanden habe: Was halten Sie denn nun von Eva Hermans Ausführungen. Sind Sie auch so begeistert wie Ihr Kollege Gronbach?
Nein, ich sehe keine "natürliche" Notwendigkeit, für ein schwachsinniges Buch mit noch schwachsinnigeren Worten zu werben.
Ich sehe noch viel weniger "natürliche" Kausalität darin, dass ein Super-Spiritualist das dann auch noch ganz besonders toll findet.
Das war aber nicht die Frage, wertes anonym.
Also halten wir fest, bis Sie möglicherweise Gegenteiliges anmelden: Sie finden die Kündigung prima, weil angemessen.
Was halten Sie denn nun von Eva Hermans Ausführungen.
Ich halte es da mit Henryk Broder:
"Frau Herman ist sehr blond und nicht sehr helle und taugt deswegen bestens als Opfer auf dem Altar der symbolischen Antifa, die umso mehr gedeiht, je weniger Fa es gibt. Und während die deutsche Wirtschaft weiter Geschäfte mit dem iranischen Präsidenten macht, ohne sich daran zu stören, was er über den letzten Holocaust sagt, derweil er den nächsten plant, darf Eva Herman nicht einmal mehr eine alberne NDR-Talk-Show moderieren."
Felix Hau mutmaßt:
"Sie finden die Kündigung prima, weil angemessen."
Nein, prima hätte ich es gefunden, wenn Frau Herman gar nicht erst eingestellt worden wäre.
Da sie sich nun entschieden hat vor allem als Buch Autorin Geld zu verdienen und dafür ihre Bekanntheit als Moderatorin nutzt, ist es durchaus angemessen, das bestehende Vertragsverhältnis mit der Rundfunkanstalt nicht aufrechtzuerhalten.
Darüber kann man vielleicht geteilter Meinung sein, ebenso wie dazu, dass der Schauspieler und Tartort-Kommissar Peter Sodann auch kürzlich von der ARD vor die Wahl gestellt wurde, entweder für die PDS zu kandidieren oder weiterhin als Kommissar im Tatort aufzutreten.
Ich konnte aber ihrem Hinweis auf Broder, Waffengeschäfte, Iran etc. immer noch nicht entnehmen, was Sie nun inhaltlich von Frau Hermans "familienpolitischen" Vorstellungen halten. Ihr Kollege Herr Gronbach ist ja ganz spirituell verzückt von den tiefgründigen Wahrheiten der Dame.
Warum plappern Sie immer nur drum herum?
Inhaltlich muss ich sagen, hat sich am Dialog zwischen Frauen und Männern seit der Steinzeit sehr wenig geändert.
Die Gesellschaft tatsächlich dagegen sehr, und das liegt eben an all den vielen MitdenkerInnen, die sich trauen aufzusprechen.
Der Anfang ist gemacht. Vor dieser Diskussion hätte ich überhaupt nichts Vernünftiges zum Thema Emanzipation beitragen können, aber jetzt ist der Knoten geplatzt.
Ich persönlich werde Sebastian Gronbach ein Leben lang dankbar sein, dass er es auf sich geladen hat, diesen Brief an Eva Herrmann zu schreiben, Implifikationen inklusive.
@Frans:Ihr Calendrier passt sicher doch noch.
@ Annette
"Inhaltlich muss ich sagen, hat sich am Dialog zwischen Frauen und Männern seit der Steinzeit sehr wenig geändert..."
Für Anthroposophen gar nichts.
"...Die Gesellschaft tatsächlich dagegen sehr, und das liegt eben an all den vielen MitdenkerInnen, die sich trauen aufzusprechen..."
Einige „Denker“ wirken da doch eher etwas dämpfend.
"...Der Anfang ist gemacht. Vor dieser Diskussion hätte ich überhaupt nichts Vernünftiges zum Thema Emanzipation beitragen können, aber jetzt ist der Knoten geplatzt..."
Auweia.
"...Ich persönlich..."
Ja, bei manchem wirkt es schon befremdlich, wenn er „Ich“ sagt, da ist es auf jeden Fall besser, ein „persönlich“ hinzuzufügen.
"...werde Sebastian Gronbach ein Leben lang dankbar sein,..."
Dem auch? Sie sind scheinbar recht vielen Menschen sehr leicht „ein Leben lang“ dankbar.
"...dass er es auf sich geladen hat, diesen Brief an Eva Herrmann zu schreiben, Implifikationen inklusive..."
Wahrhaftig, ein ganzer Kerl.
Sebasntian Gronbach: Danke, daß wenigstens im info3 mal ein Journalist rumläuft, der noch ein bißchen Wahrheitssinn behalten hat...- die andern JournalistInnen haben sich von so einer Eigenschaft längst verabschiedet. Je feministischer, umso mehr!
Hier nun noch ein paar Perspektiven zum Thema "Frauen und Geld" bzw. Beruf, Lebensumstände usw.:
"Einer der ehernen Überzeugungen des Feminismus, der die fortdauernde Benachteiligung von Frauen belegen soll, lautet: Frauen verdienen für die gleiche Arbeit immer noch 25 Prozent weniger als Männer. Nun ist diese Aussage nicht einmal sachlich falsch. Allerdings wird dieser Umstand gerne unterschwellig oder ganz offen auf die Diskriminierung von Frauen im nach patriarchalischen Mechanismen funktionierenden Berufsleben zurückgeführt. Eine Interpretation, die recht flott mit den Gesetzen der Logik kollidiert. Denn würde noch irgendein Arbeitgeber Männer einstellen, wenn Frauen die gleiche Arbeit genauso gut um 25 Prozent preiswerter machen können? Wohl kaum. Es gibt also genug Gründe, warum hier und da immer noch Männer eingestellt werden, und sie haben nur am Rande mit dem fehlenden Risiko von Schwangerschaften zu tun. Berücksichtigt man nämlich u.a. geleistete Überstunden, Lohnzulagen (z.B. für schmutzige Arbeit), berufliche Ausbildung und Qualifikationen, Branche und Betriebszugehörigkeit (bei denen Männer durchweg die Nase vorn haben), schrumpft der "diskriminierende Gehaltsrückstand" von Frauen auf einen ganz kleinen Rest zusammen. Und selbst der lässt sich noch mit der im Schnitt größeren beruflichen Motivation von Männern erklären, die nunmal auch deshalb engagierter zur Sache gehen, weil sie Frau und Kinder mit ernähren müssen. Welche Frau dagegen füttert mit ihrem Gehalt schon einen gesunden, arbeitsfähigen Mann mit durch, der sich lieber daheim selbst verwirklicht, als sich dem rauen Wind der Arbeitswelt auszusetzen?"
Allmählich scheinen Überlegungen dieser Art in die Medien vorzudringen. In der taz-Ausgabe (in NRW) vom 7. November erläutern Miriam Bunjes und Natalie Wiesmann (2 Frauen!), warum die altbekannten Diskriminierungs-Vorwürfe eher ins Leere gehen:
"Gleiche Qualifikation und trotzdem weniger Geld? Das wäre ein klarer Fall von Diskriminierung. So einfach funktioniert die Rechnung aber nicht. In NRW arbeiten Frauen wie im Rest der Republik zu einem großen Teil im Dienstleistungsbereich - und dort werden geringere Löhne gezahlt, auch an die Männer, die dort arbeiten. () Schwere körperliche Arbeit wird höher entlohnt als feinmotorische, deshalb kriegt man(n) im Männerberuf Bauarbeiter grundsätzlich einen Erschwerniszuschlag. Im Frauenjob Küchenhilfe gibt es den nur, wenn die Hilfen nachweislich mehrere Stunden am heißen Abwasch standen - und dann auch nur für eben diese Stunden. Na ja. Eingeschliffene Denkweisen (Frauen werden immer und überall benachteiligt) sind nunmal nicht so einfach aus den Köpfen zu bekommen. Dass die Arbeit am Bau, bei jedem Wetter und mit vielen schweren Lasten, die zu tragen sind, doch etwas weniger komfortabel ist als der Job in der gutgeheizten Küche, wollen wir dann doch noch anmerken. Und wer kann auf dem Bau schon fein säuberlich notieren, wann der Arbeiter Steine geschleppt und wann er Gerümpel weggeräumt hat? Auch andere Impulse schlagen immer wieder durch. So ist der Hang zum (Selbst-) Lob den Frauen inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen: Die Frauen wollten sofort auf Gehalt verzichten, um ihre Projekte nicht zu gefährden. Die Männer waren strikt dagegen: Nur wenn wir gut verdienen, können wir erfolgreiche Projekte machen. Sehr unterschiedlich reagierten die Landesarbeitsgemeinschaften von Schwulen und Lesben Anfang 2006 auf die angekündigten Kürzungen der NRW-Landesgelder für ihre Netzwerke. Frauen sind bescheidener und wollen immer teilen, sagt Gabriele Bischoff, Geschäftsführerin der LAG Lesben in NRW. Bescheidenheit sei ein weibliches Verhalten, das sich auch immer wieder in Gehaltsverhandlungen beobachten ließe.Viele Männer, ob verheiratet oder geschieden, dürften das mit der weiblichen Bescheidenheit allerdings grundlegend anders sehen als Frau Bischoff.“
Übrigens wird auch immer vergessen, daß bei allen Studien bei denen es um "Teilzeitarbeit" geht, festgestellt wird, daß Frauen höhere Gehälter bekommen als Männer - wieso wird diese Diskriminierung von Männern nie thematisiert in den Medien?
Und noch ein interessanter Blickwinkel (einer Frau!)
"Mehrheitlich gesehen, verfügen Männer über deutlich höhere Machtanteile als Frauen. Egal ob in Politik, Wirtschaft, Sport, Gesellschaft - in den interessanten Positionen, die mit dem vielen Geld nämlich - sehen wir hauptsächlich Männer. Dies nimmt der Feminismus zum Anlaß zu jammern, wie ungerecht es doch ist, dass Männer immer noch, obwohl in gleicher Position wie eine Frau, ein höheres Gehalt beziehen als diese - und ein höherer Anteil des Umlaufvermögens in männlicher Hand ist. Das ist im Prinzip richtig. Gehälter von Frauen sind durch die Bank weg niedriger als die der Männer. Und ebenfalls richtig ist, dass das nicht korrekt ist! Gleiche Arbeit - gleicher Lohn, eigentlich sollte dieser Grundsatz gelten. Und sicher gibt es hier noch Handlungsbedarf. Ebenso richtig ist, dass der männliche Besitzanteil bei Vermögen höher ist als der weibliche. Ob das nun in Ordnung so ist, darüber kann man sich streiten. Denn schließlich wird in der Regel derjenige das Vermögen besitzen, der es auch (in welcher Form auch immer) erwirtschaftet hat. Und ich persönlich finde das durchaus in Ordnung so! ... ... ... Aber dies ist nur der äußerlich sichtbare Teil dieser Angelegenheit. Der Part, den niemand sieht, spielt sich im Verborgenen - weil im Privatleben - ab. Fakt ist, dass - und zwar gleichgültig, wer die Einnahmen erwirtschaftet - die Frauen über das meiste Geld verfügen. Es mag sein, dass Männer Eigentümer dieses Geldes sind. Frauen sind jedoch definitiv diejenigen, die mehr Geld ausgeben - sprich darüber verfügen. Selbst im Falle einer Trennung/Scheidung gehen Frauen in der Regel nicht leer aus. Meist ist es sogar so, dass häufig durchaus die Frauen besser abschneiden. Dieser Umstand liegt in unserem geänderten Scheidungsrecht begründet. Ich werde diese Thematik in einem späteren Kapitel noch ausführlich erläutern. ...... ....“ ...(www.bettinapeters.info)
"Eine Untersuchung großer Einkaufspassagen (Bekleidungsgeschäfte für Männer und Sportartikelgeschäfte eingeschlossen) hat ergeben, daß den persönlichen Bedürfnissen von Frauen siebenmal soviel Verkaufsfläche gewidmet ist als denen der Männer . Beide Geschlechter kaufen mehr für Frauen. Der Schlüssel zum Reichtum ist nicht, was jemand verdient, sondern was jemand für sich selber ausgeben kann, nach eigener Wahl - oder was für einen ausgegeben wird, auf einen Wink hin. In jeder Konsumkategorie bestimmen Frauen weitgehend über die Ausgaben . Mit der Entscheidung, wofür Geld ausgegeben wird, gehen andere Machtbefugnisse einher. Die Macht der Frauen über den Geldbeutel gibt ihnen auch Macht über die Fernsehprogramme, weil diese von der Werbung abhängig sind. Zusammen mit der Tatsache, daß Frauen zu allen Tageszeiten mehr fernsehen als Männer, erklärt dies, warum Fernsehsender es sich nicht leisten können, an dem Ast zu sägen, auf dem sie sitzen. Frauen sind dem Fernsehen das, was Arbeitgeber den Arbeitnehmern sind. Und das Ergebnis? Die Hälfte der 250 Fernsehfilme des Jahres 1991 stellen Frauen als Opfer dar - in "irgendeiner Weise physischer oder psychischer Mißhandlung unterworfen" . www.weltall-erde-ich.de/auszuege/76.shtml
Nochmal Warren Farrel...
"Die Hälfte des Himmels und aller Macht forderte die Frauenbewegung. O. k., dann aber bitte auch die Hälfte der Kanalreinigungs-, Müllmänner- und Bergarbeiterjobs und aller Nachtschichten. Auch die Retter von Tschernobyl hätten dann nicht zu 100 Prozent männlich sein müssen. Und die 24 am schlechtesten bezahlten Jobs in der USA sind ebenfalls Männern vorbehalten, es sind die so genannten Todesberufe. Auch Mordopfer sind zu 84 Prozent Männer. Kriege könnte man "Männertötungsveranstaltungen" nennen.
Überdeutlich daran, dass amerikanische Soldatinnen, die sich zu Friedenszeiten zwar den gleichen Lohn erkämpften, jedoch im Krieg keineswegs an die vorderste Front müssen. Das Privileg, sich totschießen zu lassen, ist den Männern vorbehalten!"
Für die Männergleichstellung setzte sich am 14. Februar auch eine Autorin mit dem Pseudonym Birgittt auf "RP-Online" ein und berichtet über ihr Wochenende: "Am Freitag habe ich meinen Termin beim Frauenarzt. Im Reisebüro buche ich für den Urlaub eine Studienreise nur für Frauen. Danach besuche ich einen Frauencomputerkurs aus dem Frauenveranstaltungsprogramm. Am Samstag lasse ich mich beim Damenfriseur stylen und lese dabei Frauenzeitschriften. Am Abend heißt es Ladiesnight: Frauen haben in der Diskothek freien Eintritt und bekommen Freigetränke. Männer dürfen rein, müssen aber für beides zahlen. Da schmeckt der Ladykiller doppelt gut. Natürlich parke ich auf dem reservierten Frauenparkplatz. Am Sonntag trainiere ich unbeobachtet im Frauenfitnessstudio und genieße die Ruhe in der Damensauna. Unser Grundgesetz und die Moral fordern die Gleichstellung von Mann und Frau. Nach dem Antidiskriminierungsgesetz soll niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt werden. Welches Geschlecht wird benachteiligt? Bald ist Schluss mit Weiberkram, Weiberfastnacht, Frauenministerium, Frauenbüro, Frauenstammtischen, Mädchenschule, Frauentag und Frauenbeauftragten, die Männerwünsche vernachlässigen. Bevor sie sich gerichtlich Zugang zu unseren Hochburgen verschaffen, will ich sie reinlassen. Eigentlich sind sie doch ganz nett." RELIef I ef-KULTUR Nr. 61 - April 2006 www.ef-magazin.de/ef61-hoffmann-eingeschnappt.pdf
Und hier noch ne ganz andere Perspektive:
"Die "Befreiung unterdrückter Frauen" habe zuhauf verschüchterte Männer und zickige Frauen hervorgebracht, so Astrid von Friesen. (Therapeutin) Der damals notwendige Kampf für Frauenrechte habe sich gegen ein Zerrbild von der Männermacht gewandt. Zu Recht, so die Autorin, habe die Frauenbewegung erkannt, dass Männer das Weltgeschehen bestimmten. Doch dass das nur auf ein Prozent der Männer beschränke, habe man im blinden Eifer übersehen.
Die anderen 99 Prozent der Männer sind ebenso Opfer, wie die Frauen, für die man gekämpft habe. Doch die Denkweise habe sich übertragen und sie wurde beibehalten. Und das sei falsch... Viele Männer nähmen heute zu Unrecht alle Marotten der Frauen hin, die als Mädchen keine Grenzen gesetzt bekamen."
Es ist ausdrücklich zu loben, wenn sich etwa Nicola Liebert (eine Frau!) in der taz vom 7. März dieser Augenwischerei verweigert: "Ich habe selbst nie einen männlichen Chef und auch keine männlichen Kollegen getroffen, die mich aktiv an der Karriere gehindert hätten. Im Gegenteil, es gab eine ganze Menge, die mich gefördert haben", berichtet sie und sieht für das bestehende Ungleichgewicht klar andere Gründe vorliegen: "Da muss ich nur mich selbst betrachten und meine Weigerung, eine karrierefördernde 50- bis 60-Stunden- Woche im Büro zu akzeptieren." Frau Liebert möchte lieber "meine Beziehung und mein übriges Privatleben, meine kulturellen Interessen und mein Lieblingshobby pflegen: morgens ausschlafen. Auch ohne Kinder eine schlechte Voraussetzung für eine steile Karriere."
"Es dürfte schwer sein, auch nur ein historisches Beispiel für eine Gruppe zu finden, die sich als Opfer bezeichnen konnte, während sie die Hälfte der Stimmberechtigten stellte. Oder ein Beispiel für eine unterdrückte Gruppe, die lieber ihre "Unterdrücker" wählt, statt ein eigenes Mitglied dazu zu bewegen, die Verantwortung zu übernehmen und ins Rennen zu gehen. Frauen sind die einzige Minderheit, die eine Mehrheit ist, die einzige Gruppe, die sich als "unterdrückt" bezeichnet, dabei aber darüber bestimmen kann, wer in ein Amt gewählt wird, und zwar in buchstäblich jeder einzelnen Gemeinde des Landes. Frauen sind die einzige "unterdrückte" Gruppe, die die gleichen Eltern hat wie der "Unterdrücker"; die genau so oft in die Mittel- und Oberklasse hineingeboren wird, wie der "Unterdrücker"; die über mehr kulturellen Luxus verfügen als der "Unterdrücker". Sie sind die einzige "unterdrückte" Gruppe, deren "unbezahlte Arbeit" die in die Lage versetzt, für fast fünfzig Milliarden Dollar jährlich Kosmetika zu kaufen; die einzige "unterdrückte" Gruppe, die mehr für Mode- und Markenkleidung ausgibt, als ihre "Unterdrücker"; die einzige "unterdrückte" Gruppe, die zu allen Tageszeiten mehr fernsieht als ihre "Unterdrücker"." (Warren Farrell) "
Ist der Feminismus wirklich eine "wahre" Bewegung?
"Wenn Männer sieben Jahre länger leben würden als Frauen, hätten uns Feministen längst klargemacht, dass die Lebenserwartung der beste Indikator ist, an dem sich ablesen läßt, wer die Macht hat. Und damit hätten sie recht."
In allen Altersstufen ist die Selbstmordrate von Männern um ein Vielfaches höher als die von Frauen.
- Im Berufsleben wird Gleichheit zwar an der Spitze hergestellt - nicht aber an der Basis. Nach wie vor arbeiten in Todesberufen (z.B. Feuerwehr, Bergbau, Baugewerbe, Dachdecker, Müllfahrer) nahezu ausschließlich Männer. In den Statistiken zu Unfallhäufigkeit und berufsbedingten Krankheiten liegen die Männer vorn.
- Auch mit dem Familienrecht und den Gesetzen gegen sexuelle Belästigung hält das System seine Hand über die Frauen. Ein Rechtsanwalt wird mit Worten zitiert: "Ich vertrete viel lieber weibliche Klienten, weil das System ganz klar auf ihrer Seite ist."
"Männer-Netzwerke" halten seit Jahren den unumstrittenen Platz eins in der Hitparade der
Erklärungen dafür, weshalb Frauen und Männer noch immer nicht in allen
Bereichen des Lebens gleich verteilt sind. Vom hohen Management bis in die
Spitzen der Parteien sieht man sie förmlich vor sich, wie sie beisammen hocken,
in Hinterzimmern und auf Vorstandsklos, mit dem einen Ziel: Frauen verhindern.
Wer sich ein wenig mit Netzwerken und ihrer Struktur beschäftigt, wird freilich
herausfinden, dass diese losen Zusammenschlüsse den Erfolg aller sichern und
möglichst mehren sollen. Das Geschlecht wäre deshalb ein denkbar schlechter
Parameter für einen Vorteilsbund auf Gegenseitigkeit. Gute Frauen im Klüngel
sind dem Fortkommen dienlicher als schlechte Männer. Gute Mitarbeiter(innen)
strahlen auf den Chef mit ab; erfolgreiche Frauen im Netzwerk ziehen auch die
Männer nach. Dass vielerorts mehr Männer um ihr Fortkommen buhlen, liegt (wie
etwa beim legendären "Anden-Pakt" der CDU) meist daran, dass weit und breit
keine Frau in entsprechender Position in Sicht ist, die mitrangeln will und
kann.
Nebenbei sollte man bei diesem Thema auch erwähnen, was ständig für eine Umverteilung von Männern an Frauen stattfindet. Sei es über die Steuern, Sozialversicherungen, Renten etc. ; sei es von Männern mit der Scheidung (die dann Unterhalt zahlen müssen – und z.B. manch einer schon das Haus, das er noch abzahlen muß, Frau und Kind überlassen mußte usw.), außerdem zahlen 2 Drittel der Einzahlungen ins deutsche Gesundheitssystem die Männer - zwei Drittel werden aber für Frauen entnommen! - und dazu gehört schließlich auch die Tatsache, daß Frauen doppelt so lange Rente bekommen als Männer (da sie 7 Jahre älter werden im Schnitt - und dennoch keine höheren Einzahlungen in die Rente machen müssen – entgegen jedem Versicherungsprinzip!)
Diese ganzen Zahlen - die milliardenschwere alljährliche Umverteilung von Mann zu Frau - findet man in keiner einzigen Gehaltstabelle wieder! Dennoch ist es alles Geld, das den Frauen zufließt!
Wenn man bedenkt, daß Männer fast 7 Jahre weniger leben - und dann raubt man ihnen noch fast 2 Jahre in ihrer Jugend - für staatliche Zwangsdienste - macht zusammen über 8 Jahre...
Übrigens sind die 2 Jahre eine Zeit, in der Frauen schon Geld verdienen können, - oder studieren, und dann 2 Jahr früher arbeiten...- In keiner Statistik erscheint das Gehalt von 2 Jahren auf der Seite der Frauen!
Kurzum: alle Statistiken über die Gehaltsunterschiede sind wissenschaftlich nicht haltbar!
Es sieht so aus, als ob Frauen eine höhere Lebensqualität und eine höhrere Lebensquantität erhalten - und jeder findet das in Ordnung. Nicht nur das - sondern es wird noch die Stimmung verbreitet, daß Frauen das ausgebeutete Geschlecht seien...- und die vertrottelten Männer und leichtgläubigen Frauen fallen auf den Schwachsinn rein...
Wenn Feministinnen zu unehrlich sind, das alles zuzugeben und Männer zu feige sind, das alles mal auszusprechen, dann muß das halt ich machen!
MENSCHENBILD IM (RADIKAL-)FEMINISMUS
„Heterophobie”, die Angst vor dem anderen Geschlecht, begleitete den Radikalfeminismus von Anfang an, von der Zeit also, in welcher mannsfremde Frauen die Geschlechterbeziehungen zu regeln begannen, und stellte sich ihm als elender Berater zur Seite. Eine Angst vor der halben Menschheit ist freilich kein Segen. Und wie ausweglos in diesem Fall! Denn wer kann gegen diese Gewalt antreten außer wiederum der Mann?
Ausweglose Angst erzeugt Haß. (Den dritten Eckpfeiler des Radikalfeminismus, den emotionalen.)
Und so betrachtet der (Radikal-)feminismus die menschliche Dreigliederung in
a)Geist (bzw. Denken)
b)Körper (Wollen)
c) Seele (Fühlen)
folgendermaßen:
a) Leugnung der Geschlechterwirklichkeit als den intellektual-ideologischen Faktor des Radikalfeminismus (Geist, Denken, Wahrheit, Unwahrheit).
b) Separatismus und Alleingang der Feministin bis hin zur Ablehnung aller Heterosexualität als den praktisch-politischen Faktor (Körper, Handeln, Wille, Unwille) und
c) Haß als den emotionalen (Seele, Fühlen).
Angesichts des Sachverhalts aber, daß:
a) die Leugnung der Geschlechterwirklichkeit eine Unwahrheit ist, weil es die zwei Geschlechter tatsächlich und unabhängig von gesellschaftlichen Vorgaben gibt,
b) der Separatismus eine Spaltung zwischen den Geschlechtern und somit das Gegenteil von Ganzheit (Heilsein) des Gesamtmenschen verursacht und
c) Haß Gift für den sozialen Organismus ist,
haben wir im (Radikal-)Feminismus ein Kollektivwesen, das wahre Meisterschaft in Destruktivität erzielt, denn sein Prinzip beruht auf einer Lüge und seine Wirkung verursacht Spaltung und Haß. Welch alarmierendes Psychogramm!
Einige scheinen misszuverstehen, dass es in Eva Hermans Büchern nicht darum geht, dass Frauen gar nicht berufstätig sein dürfen, es macht nur darauf aufmerksam, dass heute besonders Frauen und hier hauptsächlich die Karrierefrauen nicht mehr auf ihre Familien Rücksicht nehmen. Es ist geradezu absurd. Viele Männer finden es heute ganz selbstverständlich, neben ihrer Berufstätigkeit auch Familienarbeit zu leisten, indem sie im Haushalt mithelfen, sich um die Kinder kümmern und so den Frauen Freiräume ermöglichen. Es gibt natürlich auch Gegenbeispiele, aber das Gros der Männer ist heute nicht mehr patriarchalisch orientiert und das Gros der Männer hat wahrscheinlich auch in früheren Zeiten nicht die Frauen unterdrückt. Die meisten Männer haben früher gearbeitet und ihre Familien über Wasser gehalten, macht sie das automatisch zu Unterdrückern? Wenn man in die hier so viel zitierte Steinzeit zurückblickt, so wird immer bemängelt, dass Frauen auf den “Herd” reduziert wurden und Männer etwas von der Welt sahen, dass den Frauen versagt blieb. Wenn wir aber genau hinsehen, so müssen wir doch begreifen, dass die Männer, indem sie sich opferten, ggf. auch von wilden Tieren getötet zu werden bei der Jagd, der Frau einen Schonraum ermöglichten, um die Kinder aufzuziehen, die ja von der Mutter, die sie nähren musste, abhängig waren. Bei der heutigen Diskussion hat man manchmal den absurden Eindruck, dass viele Frauen am liebsten noch das Kinderkriegen auf die Männer abwälzen möchten. Es geht bei der Emanzipation hier um einen kleinen Kader von Möchtegern-Feministinnen, die sich anmaßen, für alle Frauen sprechen zu dürfen. Jeder kann sich heute aussuchen, ob er Kinder möchte oder nicht, aber wenn man Kinder bekommt, hat man auch die verdammte Pflicht, für diese Kinder da zu sein. Wie kann beispielsweise eine Frau wie Frau von der Leyen, die sich wahrscheinlich nie ausgiebig um ihre Kinder gekümmert hat, sich hinstellen und Hausfrauen, die ihren Kindern Liebe und Wärme geben, anprangern? Was bildet sich diese karrieregeile Möchtgern-Feministin ein, wenn sie zwangsweise Männer verdonnert, Elternzeit zu nehmen, ohne Rücksicht darauf, dass es vielleicht sinnvoller ist, wenn ein Mann mehr verdient, auch arbeiten zu dürfen. Wie kommt diese Frau dazu, sich als Übermutter hinzustellen, nur weil sie zwischen ihren vielen beruflichen Ausbildungen mal eben 7 Kinder zur Welt gebracht hat. Es ist, als ob sie das Hausfrauendasein schlecht machen muss, weil sie krankhaft ehrgeizig ist. Wenn sie es anerkennen würde, müsste sie wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen haben, dass sie ihre eigenen Kinder vernachlässigt. Aber damit das nicht passiert, wird eben Ganztagsbetreuung als Zaubermittel propagiert ohne weiter nachzudenken. Niemand denkt an die Kinder, ihnen wird das Modell der Feministinnen übergestülpt. Karrierefrauen haben nie Zeit, sie kochen nicht, es fehlt die menschliche Wärme in den Familien. Eine Frau wie Frau von der Leyen hätte besser auf Kinder verzichtet. Es kann nicht ihr Ernst sein, dass es für kleine Kinder gut ist, ständig wegorganisiert zu werden. Würde man die Kinder fragen, so würden die meisten sagen, dass sie die Mütter lieber zu Hause haben würden. Wohin der übertriebene Feminismus führt, sieht man doch gesellschaftlich. Es fehlt Geborgenheit, das Gefühl der Nächstenliebe für die Mitmenschen, warum gibt es so viele Scheidungen? Sicherlich nicht nur wegen der Männer. Viele Kinder sind fehlernährt, warum wohl? Weil sich besonders die Karrierfrauen auch nicht die Mühe machen, für ihre Kinder liebevoll zu kochen. Das wäre ja Arbeit unter Wert. Ich finde es auch geradezu grotesk, dass manche Frau, die ihre Kinder selbstverständlich wegorganisiert, auch wenn sie es finanziell nicht müsste, wahnsinnig hohe Anforderungen im Miteinander an eine Tagesmutter stellt, während sie sich selbst genehmigt, dass Kind einfach woanders zu parken.
Um das Leid der Kinder geht es aber vor allem in Eva Hermans Buch. Denn wenn Frauen ihren Kindern und Männern das Gefühl geben, dass der Beruf wichiger ist als alles andere, dann ist das auch eine Form von Vergewaltigung, weil man Zuneigung und Verständnis und Fürsorge verweigert.
Man möge auch mal die Biographien einiger Feministinnen unter die Lupe nehmen. Alice Schwarzer beispielsweise ist als uneheliches Kind zur Welt gekommen. Das war sicherlich damals schlimm für die Mutter, aber auch kein Einzelschicksal. Nur weil die Mutter - aus welchen Gründen auch immer - vom Vater verlassen wurde, sollte man keinen kollektiven Männerhass entwickeln und ihn schon gar nicht auf andere Frauen übertragen. Aber genau das maßen sich die ganzen Feministinnen an, für alle Frauen zu sprechen, obwohl sie von einer kleinen Minderheit sprechen. Sie können ja gerne männerlos und lesbisch leben, aber wenn sie das selbstbewusst tun würden, bräuchten sie nicht alle Frauen zu ihren Mitstreiterinnen zu machen.
Wozu führt dieses ganze Abkoppeln von der Natur? Glauben die Emanzen, dass sie durch ihre Diskussionen bewirken, dass irgendwann die Männer die Kinder kriegen? Wollen wir Frauen vermännlichen oder ist unsere Möglichkeit, Kinder zu kriegen, nicht auch ein ganz besonderes Geschenk und eine ganz besondere Lebenserfahrung? Wir haben auch aus dem Auge verloren, was der Beruf eigentlich ist. Er ist dazu da, dass die Familie ernährt wird und leben kann. Seit den 80er Jahren wird er aber zum Non-Plus-Ultra hochstilisiert, so sehr, dass die Familie auf der Strecke bleibt und das kann ja wohl nicht wünschenswert sein. Denn wir alle müssen auch weiter denken. Wenn wir unseren Kindern keine Zeit und keine Liebe geben, was wird dann aus uns, wenn wir alt sind? Dann kümmert sich auch keiner liebevoll und geduldig um uns, weil wir unseren Kindern Warmherzigkeit, Fürsorge und Liebe beizubringen. Wie kann man allen Ernstes behaupten, dass Kinder lieber ausgeglichene Mütter haben wollen und die können sie nur durch Berufstätigkeit haben. Das ist Schwachsinn pur. Es sind weder alle Hausfrauen unglücklich, noch alle berufstätigen Mütter zufrieden. Gerade die berufstätigen Mütter beklagen sich doch, auch wenn sie freiwillig arbeiten, über die Doppelt- und Dreifachbelastung. Würden sie das tun, wenn sie ausgeglichen sind?
Wir sollten endlich mit der Pseudogleichmacherei aufhören und Männer und Frauen als verschieden, aber für ein Miteinander geschaffen, verstehen. Die sogenannte Emanzipation hat zu einem total verkrampften Umgang zwischen Männern und Frauen geführt und ganz sicher nicht zu einem Fortschritt. Wir Frauen müssen lernen, wieder “instinktiver” zu leben und uns nicht von “verkopften” Minderheiten vorschreiben lassen, wie wir glücklich zu sein haben und wir müssen lernen, unsere Männer und Kinder wieder als wunderbare Erfüllung zu erleben. Die meisten Frauen haben das ohnehin nie so gesehen, aber das sind ja nicht die, die sich in der Öffentlichkeit breit machen, weil sie sich lieber um ihre Familie kümmern und diese wichtiger nehmen.
Abschließend sollte man sich auch wieder unsere Vorzeigefrau von der Leyen ansehen: Sie müsste doch glücklich sein, wenn sie hinter dem Leben steht, was sie führt, aber was sehen wir? Eine völlig verkrampfte Frau, die vor sich hin zetert, anders denkende Frauen schlecht macht und die selten entspannt lacht. Sieht so ein erfülltes Leben aus oder handelt es sich eher um eine vom Ehrgeiz zerfressene Frau, die ihre eigene Mitte nicht findet?
Liebe Grüße
Heike
Was ich an Eva Hermans Buch „Eva-Prinzip“ gut fand...
- ist allein schon die Tatsache, dass es herrlich „politisch unkorrekt“ ist und dem
Zeitgeist widerspricht...
Ansonsten ist es ein Buch...- also die Gedankenansammlung einer einzigen Frau – und nicht eine Gesetzesvorlage, die Frauen das Arbeiten verbieten will...
- es ist mir sympathisch, da ich die Ketzerverfolgung der Medien nicht ausstehen kann! Wenn sämtliche Medien, die hier ja allmählich jeden Zeitgeist lenken (nicht die Politik oder "das Volk"...) bzw. sämtliche Feministinnen aufschreien – dann scheint da was dran zu sein, was sie berührt...z.B. eine der Kernaussagen des Buches: dass eine berufstätige Mutter zerrieben wird zwischen Arbeit und Kind(ern), und ganz einfach im Dauerstreß lebt. Ein häufig beobachtetes Faktum, das man ja nicht leugnen kann.
- Jede Menge Frauen, die sonst nie zu Wort kommen, finden das Buch gut – da sie als „Heimchen am Herd“ keine Anerkennung in dieser Gesellschaft finden. Endlich jemand, der Ihnen die Anerkennung dafür gibt, dass sie täglich versuchen, ihrer Familie/ihren Kindern – ein „warmes Nest“ zu bieten, wofür sie niemand anerkennt! (da sie ja nicht arbeiten gehen...)
Natürlich soll es Frauen möglich sein, Managerposten zu besetzen, in den Weltraum zu fliegen etc. – und wer dies verneint, ist noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Wichtiger empfinde ich jedoch, die Tätigkeit einer Hausfrau und/oder Mutter nicht als Bagatelle abzuqualifizieren sondern dies als harten, nervenaufreibenden und verantwortungsvollen Job zu begreifen und anzuerkennen! (aber diese Frauen haben ja keine Stimme in den Medien - dort sitzen ausschließlich Karrierefrauen...)
- Es gibt rassistische und faschistische Literatur, die nicht so stark kritisiert wird! Was für eine Hexenjagd auf E.Herman. - Und mich stört es, dass da jede Menge Zeugs reinprojiziert wird, das von E.Herman nicht so gemeint ist! (z.B. auch von massenhaft Kritikerinnen, die das Buch nie gelesen haben! Und andern, die es nie verstanden haben...)
- Z.B. heißt es: „Zurück in die 50er-Jahre“... Aber das will Eva Herman genauso wenig wie sonst jemand! (Ansonsten kann sowieso niemand die Zeit bzw. die Entwicklung zurückdrehen, auch wenn er es wollte...) Es geht nur in die Zukunft. Reflexion der Vergangenheit und kritisches Beäugen der Gegenwart bzw. auch Nachteile von Entwicklungen sehen ist jedoch erlaubt – nein sogar gefordert! Und wenn E.H. um sich rum – im Medienbereich – viele kinderlose (oder supergestresste Mütter-) Karrierefrauen erlebt – und sieht wie die "drauf sind", z.B. auch wenn sie älter werden – dann darf sie das sagen. Wir sind in einer Demokratie – die Zeiten der Ketzerverfolgung sind vorbei!
- Man sollte das Buch als eine „Gesamtgesinnung“ verstehen, mit der Eva Hermann dazu beitragen will, dass sich Frauen (bzw. die gesamte Gesellschaft) künftig intensiver Gedanken darüber machen, was ihnen wert ist bzw. wo ihre Werte liegen bzw. ihre Prioritäten...
- Mir hat einiges an der Kritik am autoritären Feminismus gefallen! Nicht nur die Zitate von A. Schwarzer, sondern auch das Beispiel mit dem Buben, den man „Zwangs-umgewandelt“ hat – und in den Selbstmord trieb (einschließlich seinen Zwillingsbruder!) Ich kannte den Fall und ich bin froh, dass durch dieses Buch nun einige Dinge mal verstärkt an die Öffentlichkeit kommen, die sonst immer verschwiegen werden! Auf das Konto des Feminismus der letzten 3 Jahrzehnte gehen viele krasse Irrtümer bzw. einige menschliche Tragödien! Es ist die einzige Bewegung, die nie ihre Vergangenheit aufgearbeitet und refklektiert hat...
- Deshalb kann man natürlich nicht sagen, dass die Frauenbewegung insgesamt ein Irrtum war! Ich glaube, E. Hermann meint nur eine spezielle Form bzw. einen speziellen Anteil des ideologischen "Feminismus", wie er sich in den letzen 30 Jahren eingeschlichen hat. Und was dann z.B. dazu mitverholfen hat - in einer Gesellschaft von hyperaktiven Menschen – dass es nun auch hyperaktive und aufmerksamkeitsgestörte Kinder gibt. (Ich bin davon überzeugt, dass ich als Kind viel mehr „Nestwärme“ Zuhause abgekriegt habe als massenhaft Kinder von heute...)
- Ich fand auch die Beschreibung der Einsamkeit im Alter der „Alleinstehenden“ ohne Familie und Kindern gut...bzw. der Karrierefrauen - auch das ist ja was, was einem zu Denken geben sollte...- auch das „Wegbrechen“ der Großfamilie...- und damit ja auch der Familiensolidarität bzw. der gegenseitigen Unterstützung bzw. auch der Solidarität mit dem Alter (und auch der Probleme bezüglich Renten usw.)
- Und schließlich fand ich gut, dass sie die Frage unseres Umgangs mit Kindern schlechthin aufgeworfen hat, z.B. auch, ob es sinnvoll ist, wie es heutzutage gefordert wird, dass wir – wie in Frankreich oder der Ex-DDR – die Kinder gleich nach der Geburt in fremde Hände geben, da Arbeiten wichtiger ist als andere Werte...
- Womit sie am Ende auch noch die Frage nach dem Sinn unseres Materialismus aufgeworfen hat und auch noch, wie unser gesellschaftliches Miteinander in Zukunft sein soll – und auch die Frage nach dem individuellen „Sinn des Lebens“...
- Ansonsten habe ich schon immer folgende Ansicht gehabt (und sah das Buch von E.Hermann auch tendenziell in diese Richtung gehen). Die Feministin Katharina Rutschky wirft letztenendes die wichtige Frage auf, wie „frauenfeindlich“ der gegenwärtige Feminismus ist...
Katharina Rutschky Geschlechterrollen - ja, bitte!
Warum die sexuelle Differenz kultiviert, nicht zensiert gehört:
„Zu den Fixierungen, die in der Frauenpolitik wie hehre Wahrheiten behandelt werden, gehört die Verwechslung der Gleichberechtigung der Frauen mit ihrer Gleichstellung. Mit wem oder was sollen die gerade erst gleichberechtigten weiblichen Menschen eigentlich gleichgestellt werden? Möglichst haarklein und in Form von Statistiken kontrollierbar mit den männlichen Menschen!
Diese schlechte Utopie wird uns gern mit dem Verweis schmackhaft gemacht, daß wir dann an der Macht in den Chefetagen teilnehmen dürften. Doch wer hat davon schon was außer einer Handvoll Frauen? Also bleibt unterm Strich nur die niederschmetternde Erkenntnis: Von weiblichen Menschen wird nichts Neues erwartet - und schon gar nichts anderes als von männlichen Menschen, die wir uns überall zum Vorbild nehmen sollen.
Dabei kann man das geschlechtsspezifische Verhalten der Mädchen - denn nur dieses gilt als kritikwürdig in der heutigen Gleichstellungsutopie - auch ganz anders sehen und vor allem auch ganz anders interpretieren. Aber Tatsache ist doch, daß weibliche Menschen, auch von einer wohlmeinenden Frauenpolitik, entweder als Opfer von Männergewalt oder als resozialisierungsbedürftige Hascherln, denen man unbedingt auf die Sprünge helfen muß, mit vernichtender Herablassung behandelt werden. Die Überzeugung, daß Frauen defizitär, ja eigentlich nicht existent zu sein hätten, es weibliche Menschen gar nicht zu geben brauchte: das ist der Kern der Gleichstellungsutopie. ...“)
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